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Humanitäre Hilfe und Organisationen in Russland und Deutschland im Ersten Weltkrieg

Am 26. November 2020 findet der internationale Workshop „Humanitäre Hilfe und Organisationen in Russland und Deutschland im Ersten Weltkrieg“ an der Russischen Staatlichen Universität für Geisteswissenschaften (RGGU) statt. 

Vor mehr als einhundert Jahren endete der Erste Weltkrieg. Die Sicherheitspolitik der kriegführenden Staaten in den Jahren dieses bewaffneten Konflikts war zunehmend von Repressionen gegenüber der Zivilbevölkerung gekennzeichnet. Zu den neuen Entwicklungen im Ersten Weltkrieg gehörte die Internierung von Zivilist*innen. Daneben entstanden Praktiken wie Festnahme, Deportation und Repatriierung der Zivilbevölkerung. Mit diesen Prozessen gewannen aber auch internationale und nationale humanitäre Organisationen sowie die humanitäre Hilfe an Bedeutung. Die humanitären Verbände unterstützten auch Kriegsgefangene. 


Der inhaltliche Schwerpunkt dieses Workshops liegt in erster Linie darauf, die Aktivitäten der humanitären Organisationen zu untersuchen, die den auf feindlichem Gebiet inhaftierten Zivilist*innen Hilfe leisteten. Zwar beanspruchte das Internationale Komitee des Roten Kreuzes, im Namen der Menschlichkeit und Barmherzigkeit unabhängig von Nationalität und Staatsbürgerschaft zu agieren. Jedoch waren durchweg die Interessen und Ziele der Regierungen der kriegführenden Staaten zu berücksichtigen, besonders von den nationalen Rotkreuz-Gesellschaften. 


Daraus ergaben sich auch für die humanitären Missionen religiöser Organisationen (wie der Quäker) und die Aktivitäten konsularischer Dienste (vor allem der neutralen Staaten) zugunsten „feindlicher“ Ausländer*innen in Russland und Deutschland Dilemmata, die im Rahmen des Workshops zu erörtern sind.

 

Konferenzsprachen: Deutsch und Russisch.


Organisatoren:

Deutsch-Russisches Lehr- und Wissenschaftszentrum der Russischen Staatlichen Universität für Geisteswissenschaften (RGGU)

Freie Universität Berlin

Deutsches Historisches Institut Moskau


Ort und Adresse der Veranstaltung: 

Der Workshop findet online und offline statt.


Offline: Russische Staatliche Universität für Geisteswissenschaften, Tschajanow-Straße 15, Gebäude 7, Metrostation Nowoslobodskaja, Moskau 


Online: https://zoom.us/j/94768772250?pwd=eHlHMDJhVzd2U0FxKytDeUlvSTlpUT09  

Meeting-ID: 947 6877 2250

Meeting-Passwort: 155444


26.11.2020, 10:30  

Organisatoren