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Nick Zavriev: Von Tresor bis Mutabor 

Vor 30 Jahren liefen die ähnlichen Prozesse in Russland und in Deutschland ab: Hier und dort wuchs das neue Land aus dem alten hervor – dort wurde die Mauer, hier der Eiserne Vorhang zerstört. Die Kultur reagierte natürlich auf diese Ereignisse: Zur neuen Musik für das neue Russland und das neue Deutschland wurde die Klubelektronik, und die Rave-Revolution passierte gleichzeitig mit dem Wechsel der Lebensweise und dem politischen Wandel.

Wie verlief die Entwicklung der Rave-Bühnen in Russland und Deutschland? Was verband sie und wo trennten sich ihre Wege? Welche Rolle in der Annäherung dieser Bühnen spielten die in der DDR Geborenen und was hat das alles mit Sergej Kurechin zu tun? Wie beeinflusste die deutsche Musik die russische und auf welche Weise gestaltete sich das Klubleben in Russland im Vergleich zu Berlin? Was ist die „russische Welle“ und welche Rolle spielen Künstler*innen aus Russland in der modernen Musikszene Deutschlands?


Um all diese Fragen geht es im Vortrag von Nick Zavriev.

Nick Zavriev stammt aus Moskau und ist Musiker, DJ, Journalist und Lehrer. Er veröffentlicht Musikkommentare in Medien wie zvuki.ru, colta.ru oder Afischa Daily und veröffentlichte früher in Billboard Russia oder Play. Außerdem ist er Autor und Moderator des Bildungsprojekts „Planetronika“ von Yandex Music, das der Geschichte der elektronischen Musik gewidmet ist, hält Vorträge über Musik und Musiktechnologien und unterrichtet Moderne Musikkultur an der Moscow Music School. Als Musiker (Ambidextrous) wurde er vor etwa 20 Jahren als Vertreter der ersten Welle der russischen IDM bekannt. Seine Werke erschienen bei Labels wie SEALT (Russland), Fantasy Enhancing, Neotantra (Großbritannien), U-Cover (Belgien) oder Carpe Sonum (USA).



Organisator:

Zentrum für zeitgenössische Kultur Smena

 

27.11.2020, 19:00 Uhr (Moskauer Zeit)

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